Vollmonde üben seit jeher eine besondere Faszination auf uns Menschen aus. Wer sich fragt, wann der letzte Vollmond stattfand oder wann der nächste zu erwarten ist, findet im Netz allerdings oft widersprüchliche Informationen. Dieser Artikel liefert präzise Termine, ordnet gängige Mythen ein und zeigt, was die Astronomie tatsächlich über den Einfluss des Mondes weiß.

Vollmonde pro Jahr: 12–13 ·
Supermonde 2026: 3 ·
Nächster Vollmond: 3. Januar 2026 ·
Mondfinsternis 2026: 3. März

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Wie groß der tatsächliche Einfluss auf Schlaf und Körper ist, bleibt wissenschaftlich umstritten (Oculuna Übersicht)
  • Populäre Überzeugungen über Geburtenraten und emotionales Verhalten sind nicht belegt (Oculuna Übersicht)
  • Die Studie aus Basel liefert widersprüchliche Ergebnisse zu anderen Forschungsergebnissen (Oculuna Übersicht)
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Wissenschaftliche Debatte über Mond-Einflüsse wird anhalten (Astronomische Berechnungen)
  • 2026 bleibt ein astronomisch bemerkenswertes Jahr mit mehreren Sonderereignissen (Astronomische Berechnungen)
  • Kalender-Daten ermöglichen präzise Vorhersagen für die kommenden Jahre (Astronomische Berechnungen)

Die Tabelle unten fasst die wichtigsten Vollmond-Termine für 2026 zusammen und ermöglicht einen schnellen Überblick über kommende Himmelsereignisse.

Wichtige Vollmond-Termine 2026
Termin Uhrzeit (MEZ) Besonderheit
3. Januar 2026 11:02 Wolfsmond, Supermond
3. März 2026 Totale Mondfinsternis (Blutmond)
2. April 2026 04:12 Rosa Mond
1. Mai 2026 19:23 Mikromond
31. Mai 2026 Blue Moon, Mikromond

Wann war der letzte Vollmond?

Wer sich für den letzten Vollmond interessiert, muss zunächst klären, welchen Zeitraum man meint. Der letzte bestätigte Supermond fand am 4. Dezember 2025 statt. Seitdem gab es weitere Vollmonde, die jedoch keine Supermond-Kategorie erreichten. Der erste Vollmond 2026 findet am 3. Januar 2026 um 11:02 Uhr MEZ statt und wird zugleich als Wolfsmond bezeichnet.

Dieser Januar-Vollmond ist ein Supermond und tritt damit besonders nah an der Erde auf. Die Entfernung beträgt etwa 362.312 km, was ihn rund 6–13 % größer und heller erscheinen lässt als ein durchschnittlicher Vollmond. Der Begriff „Supermond” wurde übrigens erst 1979 vom Astrologen Richard Nolle geprägt und beschreibt zunächst nichts anderes als die optische Vergrößerung durch die geringere Entfernung.

Vollmondtermine der letzten Monate

Die Mondphasen wiederholen sich in einem Zyklus von 29,5 Tagen, weshalb Astronomen die Termine präzise berechnen können. Die Mondphasen-Tabellen auf Wikipedia basieren auf den Daten von AstroPixels und ermöglichen eine Genauigkeit auf wenige Sekunden. Wer nach dem letzten Vollmond vor Januar 2026 sucht, findet diesen Angaben zufolge in den Kalendern für Dezember 2025.

Supermond 5. Dezember – Mythos und Realität

Der letzte Supermond des Jahres 2024 fiel auf den 5. Dezember. Richard Nolle, der den Begriff 1979 einführte, behauptete ursprünglich, dass Supermonde Vulkanausbrüche und Erdbeben auslösen könnten. Wissenschaftlich ist dieser Zusammenhang längst widerlegt. Ein solcher Vollmond hat keine speziellen Auswirkungen – er sieht einfach nur schön aus.

Anmerkung der Redaktion

Die Unterscheidung zwischen Supermond und gewöhnlichem Vollmond ist rein astronomischer Natur. Für die Beobachtung mit bloßem Auge ist der Unterschied ohne technische Hilfsmittel kaum wahrnehmbar.

Wann ist der nächste Vollmond?

Nach dem Wolfsmond am 3. Januar 2026 folgen weitere Vollmonde im Monatsrhythmus. Der Vollmondkalender für 2026 listet insgesamt 13 Vollmonde – ein Jahr mit einem zusätzlichen Vollmond, der im Dezember auftritt. Die Termine verteilen sich über das gesamte Jahr, wobei die Uhrzeiten je nach geografischer Position geringfügig variieren können.

Nächste Termine für 2026

Der Vollmond im Februar 2026 findet am 1. Februar um 23:09 Uhr MEZ statt. Im März steht dann ein besonders spektakuläres Ereignis an: Am 3. März 2026 zeigt sich eine totale Mondfinsternis, allgemein als Blutmond bezeichnet. Dabei tritt der Mond in den Erdschatten ein und nimmt eine rötliche Färbung an, die ihm den Namen eingebracht hat.

Supermonde und besondere Ereignisse 2026

Laut dem Supermond-Kalender des NASA-Astrophysikers Fred Espenak wird es 2026 drei Supermonde geben: im Januar, November und Dezember. Der November-Supermond (Biber-Supermond) wird dabei besonders beeindruckend sein, mit einer Größe von 6,5 % und einer Helligkeit von 13,5 % über dem Durchschnitt.

Warum das mattert

Für Himmelsbeobachter in Mitteleuropa lohnen sich besonders die Nächte mit Supermond. Der Effekt verstärkt sich zusätzlich durch die sogenannte Mondillusion – der Mond wirkt am Horizont besonders groß, wenn er tief steht.

Wie oft gibt es pro Jahr Vollmond?

Im Durchschnitt treten 12 bis 13 Vollmonde pro Jahr auf. Das liegt an der Länge des Mondzyklus von 29,5 Tagen: Da ein Kalenderjahr 365 oder 366 Tage hat, ergibt die Division etwa 12,37 Zyklen. Dadurch entsteht in manchen Jahren ein zusätzlicher 13. Vollmond, wie aktuell für 2026 prognostiziert.

Häufigkeit und Variationen

Die Anzahl kann je nach Berechnungsgrundlage variieren. Manche Kalender zählen den ersten Vollmond eines Jahres zum Vorjahr, wenn er im Januar stattfindet. Dadurch kann die Zahl der Vollmonde zwischen 12 und 14 schwanken. Vollmond-Info.de führt für 2026 dreizehn Termine auf, davon zwei im Dezember.

Blue Moon und Mikromonde

Wenn ein Monat zwei Vollmonde hat, wird der zweite als Blue Moon bezeichnet. 2026 fällt der Blue Moon auf den 31. Mai. Gegensätzlich dazu gibt es auch Mikromonde, wenn der Vollmond besonders weit von der Erde entfernt ist. Für 2026 sind mehrere Mikromonde dokumentiert, zuletzt am 29. Juni.

Der Astrologe Richard Nolle erfand den Begriff im Jahr 1979 und behauptete, dass der „Supermond” Vulkanausbrüche, Erdbeben und andere Naturkatastrophen auslösen könnte. Inzwischen ist das wissenschaftlich widerlegt.

Abendzeitung München, Redaktion

Laut dem Supermond-Kalender des NASA-Astrophysikers Fred Espenak wird es 2026 drei Supermonde geben.

— Star Walk, Astronomie-Portal

Wie wirkt sich der Vollmond auf den Körper aus?

Die Frage, ob der Vollmond Einfluss auf uns Menschen hat, beschäftigt Wissenschaft und Alltagsglauben gleichermaßen. Die populärsten Überzeugungen betreffen Schlafstörungen, vermehrte Geburten und emotionale Instabilität. Doch was sagt die Forschung tatsächlich?

Schlafstörungen – Mythos oder Wahrheit?

Die Wissenschaft hat Mühe, klare Belege für einen Vollmond-Effekt auf den Schlaf zu finden. Der Mythos, dass Vollmond schlaflos macht, gilt als weitgehend widerlegt. Es gibt jedoch eine bemerkenswerte Ausnahme: Eine Studie aus Basel aus dem Jahr 2013 zeigte, dass Probanden während Vollmondphasen rund 30 % weniger Tiefschlaf hatten als üblich. Ob dieser Befund generalisierbar ist, bleibt jedoch unklar.

Körperreaktionen bei Vollmond

Andere angebliche Vollmond-Effekte auf den Körper lassen sich wissenschaftlich nicht belegen. Entgegen verbreiteter Annahmen gibt es keinen Nachweis für mehr Geburten bei Vollmond. Auch die Behauptung, dass Schlafwandeln häufiger auftritt, wurde widerlegt. Die Kosmetikindustrie und diverse Heilberufe propagieren zwar Mondkosmetik und Mondheilkunde, aber auch hier fehlen belastbare Studien.

Was Mythen von Fakten unterscheidet

Die populäre Vorstellung, dass unser Trabant besondere Kräfte besitzt, hält sich hartnäckig. Die Astronomie liefert keine Belege für übernatürliche Einflüsse – ein Supermond ist schlicht näher an der Erde und erscheint dadurch optisch größer.

Das Muster zeigt sich deutlich: Solange die Mechanismen unklar bleiben, halten sich Mythen – doch die Astronomie bleibt dabei, dass ein Supermond keine physische Wirkung über die Schwerkraft hinaus entfaltet.

Vollmondkalender 2026

Das Jahr 2026 bietetAstronomiefans gleich mehrere Highlights. Neben den regulären Vollmonden gibt es drei Supermonde, eine totale Mondfinsternis und einen Blue Moon. Die traditionellen Mondnamen, die auf nordamerikanische und europäische Überlieferungen zurückgehen, geben jedem Vollmond einen charakteristischen Namen.

Februar bis Mai 2026

Nach dem Wolfsmond im Januar folgt der Schneemond (Februar), der Hunger- oder Rindenmond (März) und der Rosa Mond im April. Im Mai erscheint der Blumenmond, der nach der Blütenpracht der Natur benannt ist. Die Mai-Vollmonde haben 2026 eine besondere Note, da der 31. Mai als Blue Moon gleich doppelt vorkommt.

Blumenmond Mai 2026

Der Blumenmond fällt 2026 auf den 1. Mai und erneut auf den 31. Mai. Der zweite Mai-Vollmond gilt als Blue Moon – ein relativ seltenes Phänomen, das im Schnitt nur alle zwei bis drei Jahre auftritt. Der Vollmond am 1. Mai ist zugleich ein Mikromond, erscheint also kleiner und dunkler als gewöhnlich.

Fazit: Für Schlafforscher zeigt die Basler Studie, dass der Vollmond offenbar doch messbare Auswirkungen haben kann – allerdings nur auf den Tiefschlaf, und selbst das bleibt umstritten. Wer den Mond fotografieren oder beobachten will, findet 2026 reichlich Gelegenheit: drei Supermonde und eine totale Finsternis machen das Jahr astronomisch bemerkenswert. Astronomen und Hobby-Beobachter profitieren gleichermaßen von der Kombination aus seltenen Ereignissen und präzisen Vorhersagen.

Vollmond und Mythen – Was ist dran?

Vollmond-Mythen haben eine lange Tradition und reichen von Heilpraktiken bis zur Kosmetikbranche. Die Astronomie liefert jedoch kaum Belege für die behaupteten Wirkungen. Der Mond mag schön anzusehen sein – besondere Kräfte hat er nach dem aktuellen Forschungsstand nicht.

Was bestätigt ist

  • Supermond erscheint 6–13 % größer und heller
  • Totale Mondfinsternis am 3. März 2026
  • Vollmondzyklus: 29,5 Tage
  • 2026 hat 13 Vollmonde
  • Drei Supermonde nach Fred Espenak

Was als Mythos gilt

  • Vollmond verursacht Schlafstörungen (widerlegt)
  • Mehr Geburten bei Vollmond (kein Beleg)
  • Supermonde lösen Naturkatastrophen aus (widerlegt)
  • Schlafwandeln hängt von Mondphasen ab (widerlegt)
  • Mondkosmetik wirksamer bei Vollmond (unbelegt)

Die Astronomie hat in den vergangenen Jahrzehnten viel zur Entmystifizierung des Vollmonds beigetragen. Die Berechnungen sind präzise, die Terminplandaten zuverlässig. Die Frage nach dem Einfluss auf den Menschen bleibt jedoch offen – die Basler Studie liefert zumindest einen Hinweis, der weitere Forschung verdient.

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Der Vollmondkalender 2026 liefert astronomisch exakte Termine bis auf die Minute und ergänzt ideal unseren Kalender für 2025/2026.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Vollmond ist heute?

Ob ein Vollmond heute Nacht stattfindet, hängt vom aktuellen Datum ab. Vollmond-Kalender wie Vollmond.info oder Star Walk bieten tagesaktuelle Übersichten mit präzisen Uhrzeiten.

Welche Mondphase ist aktuell?

Mondphasen-Tabellen auf Wikipedia zeigen die Phasen für das gesamte Jahr. Die Berechnungen basieren auf AstroPixels-Daten und haben eine Genauigkeit von wenigen Sekunden. Für Mitteleuropa werden die Zeiten in MEZ oder MESZ angegeben.

Wie beobachtet man den Vollmond?

Der Vollmond ist mit bloßem Auge gut sichtbar. Für detailreichere Beobachtung eignen sich Ferngläser oder ein Teleskop. Der beste Eindruck entsteht oft bei Mondaufgang am Horizont, wenn die sogenannte Mondillusion den Mond besonders groß erscheinen lässt.

Gibt es Vollmond-Einfluss auf Tiere?

Einige Tierarten zeigen Verhaltensänderungen bei Vollmond, etwa nächtliche Jäger, die vom verstärkten Licht profitieren. Wissenschaftliche Studien zu Tieren liefern gemischte Ergebnisse, aber der Effekt ist weniger umstritten als beim Menschen.

Was ist ein Supermond?

Ein Supermond tritt auf, wenn der Vollmond in Erdnähe (Perigäum) fällt. Der Abstand zur Erde beträgt dann weniger als 360.000 km. Dadurch erscheint der Mond etwa 6–13 % größer und heller. Der Begriff wurde 1979 vom Astrologen Richard Nolle geprägt.

Welche traditionellen Namen haben Vollmonde?

Traditionelle Mondnamen stammen aus verschiedenen Kulturen. Der Wolfsmond (Januar) symbolisiert die hungernden Wölfe im Winter. Der Rosa Mond (April) bezieht sich auf die aufblühende Natur. Der Blaue Mond (zweiter Vollmond eines Monats) ist ein seltener Ausnahmefall.

Warum gibt es manchmal 13 Vollmonde?

Da der Mondzyklus 29,5 Tage dauert, passen etwa 12,37 Zyklen in ein Jahr. Dadurch entsteht alle zwei bis drei Jahre ein zusätzlicher 13. Vollmond. In Jahren mit 13 Vollmonden hat ein Monat zwei Vollmonde – der zweite wird als Blue Moon bezeichnet.

Für alle, die einen präzisen Blick auf den Nachthimmel werfen wollen, liefern die Astronomie-Webseiten und Kalender die nötigen Daten. Die Mythen um den Vollmond haben der Wissenschaft bisher nicht standgehalten – doch die Faszination bleibt.